Frauenfiguren


Frauendarstellungen in der bildenden Kunst

 

Heute setzen uns die Massenmedien, insbesondere die Werbung, puppenhafte alterlose Frauenbilder vor,  bei deren Anblick sich mir oft der Magen umdreht.
Die wenigen Frauen im staats- und kulturpolitischen Bereich dienen oft nur als Lendenschurz einer nach wie vor patriarchalisch ausgerichteten Gesellschaft,  werden einseitig dargestellt: entweder als „Mannweiber“ und als kühl berechnende Karrierefrauen oder als rührige, emotional überbetonte unlogische Wesen.
Als Malerin beschäftigt mich die Frage, welche Möglichkeiten mir meine Bildsprache bietet, diese Frauenklischees ins Wanken zu bringen. In diesem Zusammenhang ist es für mich spannend zu entdecken, wie sich Frauen bislang in der bildenden Kunst darstellten und es noch heute tun.
Seit Ende meines Studiums und auch während meines Auslandsaufenthaltes in einem noch stärker patriarchalisch ausgerichteten Kulturkreis entstanden Bilder, die sich zentral mit Frauen auseinander setzen.

 

Marga Golz in: Zur Physiologie der bildenden Kunst. Künstlerinnen, Multiplikatorinnen, Kunsthistorikerinnen,  Berlin 1985 – 87,  Portraits, Materialien, Register, Hrsg. Inge Huber, Karoline Müller • Ladengalerie, Kurfürstendamm 64 Berlin