Wie die neuromantischen Dichter des 19. Jh. befasse ich mich mit wunderbaren, geheimnisvollen Orten und spanne einen Bogen der Mythen und Märchen in die heutige Zeit. Ich bediene mich kunstgeschichtlicher Vorbilder. Das 1896 entstande Werk von J.W. Waterhouse  „Hylas and the Nymphs“ beschäftigte mich schon immer, doch seit es im Kontext der MeToo - Debatte 2018 aus der Manchester Art Gallery zeitweise entfernt wurde, um so mehr. Der Vorwurf: Darstellung des weiblichen Körpers entweder als passiv-dekorative Figur oder Femme fatale. Ja hallo: Schwappt da alles in allem eine neue Welle der Prüderie auf uns zu?
Ich bekenne mich zu Körperlichkeit und Malen von Haut. Humor und Lust gehören dazu. Die BetrachterInnen sollen selbst entscheiden was ihnen gefällt, mögen einfach nur schauend genießen oder sich mit möglich aufkommenden Fragen auseinandersetzen: Ist Natursehnsucht etwa Flucht vor einer zunehmend virtuellen Gegenwart oder gibt sie Anstöße für Bewusstseinswandel wie wir mit unserer Welt und ihren Ressourcen umgehen?